Mobilität im Mittelpunkt


Wie Ford den Wandel zum vertrauenswürdigsten Mobilitätsunternehmen der Welt vollzieht

In einem berühmten TED Talk hat Simon Sinek einmal gesagt, um zu verstehen, was ein Unternehmen antreibt, müsse man verstehen, warum es das tut, was es tut. Die Frage nach dem Warum sei noch wichtiger, als die Frage nach dem Was. Die Ford Motor Company stellt Autos und Lastwagen her. Aber man kann erst verstehen, was Ford antreibt, wenn man versteht, warum das Unternehmen das tut. Ford möchte den Menschen helfen, so effizient und bequem wie möglich an ihr Ziel zu gelangen. Im Kern ist Ford ein Mobilitätsunternehmen.

Neue Technologien verändern die Art und Weise, wie Menschen sich fortbewegen. Auch Ford geht diesen Wandel mit. Als Mobilitätsunternehmen stellt es nach wie vor Autos und Lastwagen her. Doch durch die Entscheidung, bei der Entwicklung von Software und beim Einsatz digitaler Technologien neue Wege zu gehen, eröffnet sich Ford innovative Möglichkeiten, seine Vision umzusetzen.

„Ich bin begeistert von den vielen Chancen, die sich durch die Revolution im Bereich Mobilitätstechnologien bieten“, sagt Jeff Lemmer, COO IT bei Ford. „Und es freut mich besonders, dass die IT einen wichtigen Beitrag zur Umwandlung des Unternehmens leisten kann. Die IT-Organisation rückt bei dieser Transformation in den Vordergrund und hilft Ford dabei, erfolgreich zu arbeiten und seine Kunden bestmöglich zu unterstützen.“

Es freut mich besonders, dass die IT einen wichtigen Beitrag zur Umwandlung des Unternehmens leisten kann. Die IT-Organisation rückt bei dieser Transformation in den Vordergrund.“
Jeff Lemmer, COO IT, Ford Motor Company
Teamwork ist alles

Einer der neuen Technologiebereiche, der sich bereits auf die Automobilindustrie auswirkt, ist das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Ford ist in diesem Bereich federführend. Das Unternehmen investiert verstärkt in seine Connected-Car-Initiative und hat sich das ehrgeizige Ziel gesteckt, bis 2019 100 % seiner Neuwagen in den USA mit Vernetzungstechnik auszustatten. Weltweit sollen bis 2020 90 % aller neuen Fahrzeuge so ausgerüstet sein.

Wie bei neuen Technologien üblich werden auch im Bereich vernetzte Fahrzeuge immer wieder neue Anwendungsfälle entwickelt. Ford erkannte frühzeitig, dass es bei der Softwareentwicklung einen anderen Ansatz verfolgen muss, damit neue IoT-Ideen schnell erprobt, zur Marktreife gebracht und mithilfe von Nutzerfeedback optimiert werden können.

„Die Veränderungen vollziehen sich heute in beispielloser Geschwindigkeit“, meint Lemmer. „Die Lösungen, die wir heute entwickeln, unterscheiden sich stark von denen, die wir vor fünf oder zehn Jahren entwickelt haben. Deshalb müssen auch unsere Teams einen Wandel durchlaufen, sowohl aus technologischer als auch aus kultureller Sicht.“

Im Einzelnen bedeutet dies, dass monate- und jahrelange Softwareentwicklungsprojekte, die von zahllosen Handoffs zwischen isolierten Teams geprägt sind, bald Vergangenheit sein sollen. Stattdessen organisiert Lemmer die IT-Abteilung in kleinen, eigenständigen Teams aus Entwicklern und Technikern, die sich jeweils auf ein bestimmtes Softwareprodukt fokussieren und für dieses verantwortlich sind – von der Entwicklungs- und Testphase bis hin zur Fertigung und zum Betrieb.

Diese Teams arbeiten extrem kundenorientiert und entwickeln Software in kleinen Batches, die kontinuierlich und schrittweise auf Grundlage von Nutzer- und Kundenfeedback optimiert werden.






FordPass und Pivotal Cloud Foundry

Eines der ersten mithilfe dieses Ansatzes entwickelten Softwareprodukte ist FordPass. Über diese mobile Anwendung können Nutzer mit ihrem vernetzten Fahrzeug interagieren und unter anderem Diagnosedaten einsehen oder ihr Fahrzeug aus der Ferne ver- bzw. entriegeln und starten. Darüber hinaus können Nutzer, die nicht einmal unbedingt Besitzer eines Fords sein müssen, Parkplätze reservieren und Benzinpreise in der Umgebung abfragen und vergleichen.

Früher hätten die Entwickler von Ford Monate gebraucht, eine Anwendung wie FordPass zur Marktreife zu bringen – sofern ein Produkt wie dieses überhaupt in Angriff genommen worden wäre. Dank des neuen Ansatzes für die Softwareentwicklung und der Unterstützung von Pivotal Labs brachte Ford die Anwendung FordPass in Rekordzeit auf den Markt. Seine Entwickler haben jetzt die Möglichkeit, fortlaufend neue Ideen zu testen und das Feedback von Nutzern in ihre Arbeit einfließen zu lassen. Pivotal Labs arbeitet eng mit den Entwicklern von Ford zusammen und vermittelt ihnen das nötige Wissen über agile Tenants und andere wichtige Prozesse wie die kontinuierliche Integration und Bereitstellung.

„Mit der Zeit hat Pivotal die IT von Ford in die Lage versetzt, sich all diese Kenntnisse anzueignen, mehr Features und Funktionen hinzuzufügen und die Bereitstellung von FordPass für unsere Kunden weiter zu optimieren“, sagt Aaron Rajda, IT Director bei Ford. „Das FordPass-Team gibt jetzt in regelmäßigen Abständen Aktualisierungen heraus. Während in der Vergangenheit nur ein- oder zweimal im Jahr Updates veröffentlicht wurden, geschieht dies nun nahezu monatlich. Das Team leistet hervorragende Arbeit und bietet unseren Kunden mit seinen häufigen Releases ein deutliches Mehr an Qualität.“









Die Partnerschaft hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass Ford seine Entwicklungsteams und die zugehörige Umgebung anhand des Pivotal Labs-Ansatzes modelliert hat. Das Team wird sogar FordLabs genannt. „Die IT von Ford hat den Ansatz von Pivotal Labs für ihre Verfahren, Teams, Kompetenzen und Softwareentwicklungsmethoden übernommen. Jetzt haben wir die Möglichkeit, auf dieser erfolgreichen Partnerschaft aufzubauen und dauerhaft hervorragende Software für unsere Kunden zu entwickeln“, meint Rajda.

Unterstützt wird dieser agile Ansatz durch Pivotal Cloud Foundry. Die cloud-native Plattform steigert die Produktivität von Entwicklern, indem sie die zugrundeliegende Komplexität der Infrastruktur überdeckt und Entwicklungs- sowie Release-Pipelines automatisiert. So können sich Entwickler voll und ganz auf ihre Kernkompetenz – das Schreiben großartiger Software – konzentrieren und neue Releases völlig selbstständig zur Produktion bringen.

Ein weiterer wichtiger Vorteil von Pivotal Cloud Foundry ist die Cloud-Portabilität. Die Plattform ist mit allen großen Public-Cloud-Providern sowie VMware kompatibel. Das bedeutet, Operations-Teams können sie und alle zugehörigen Anwendungen mit nur geringfügigen oder gar keinen Codeänderungen zwischen verschiedenen Umgebungen verschieben. Durch diese Flexibilität können Unternehmen die Vorteile der verschiedenen Cloud-Provider nutzen und ein Cloud-Lock-In vermeiden.

„Im Laufe der letzten Jahre haben wir immer mehr Anwendungen in die Cloud verlagert“, sagt Lemmer. „Pivotal und der gesamte Pivotal-Stack haben uns entscheidend dabei geholfen, unsere Anwendungen sowohl intern als auch extern zu hosten und nahtlos zwischen den verschiedenen Umgebungen zu wechseln.“

„Wir brauchen eine Kultur des Lernens, die organisch wächst und das gesamte Unternehmen einschließt. In dieser Hinsicht gehen wir mit gutem Beispiel voran und Pivotal trägt entscheidend zu unserem Lernprozess bei.“
Aaron Rajda, IT Director, Ford Motor Company

Freie Fahrt Richtung Zukunft

Der Erfolg bringt natürlich neue Herausforderungen mit sich. Wenn bei der Softwareentwicklung neue Wege beschritten werden sollen, müssen Entwickler und Anwender viele ihrer gewohnten Vorstellungen infrage stellen, was nie leicht ist. Deshalb sei es umso wichtiger gewesen, Pivotal an der Seite des Teams zu wissen, meint Lemmer.

„Eine der Herausforderungen für das Team bestand darin, nicht zu herkömmlichen Entwicklungspraktiken zurückzukehren“, sagt Lemmer. „Das Team von Pivotal hat uns sehr dabei geholfen, unsere Denkweise ganz auf kontinuierliche Entwicklung auszurichten. So haben wir beispielsweise gelernt, dass es völlig in Ordnung ist, Software bereitzustellen, die nicht ganz frei von Problemen ist. Denn wir haben ja die Möglichkeit, diese schnell zu lösen und die nötigen Änderungen schrittweise vorzunehmen. Als das Team verstanden hatte, welches Potenzial im Ansatz von Pivotal steckt, war es bereit durchzustarten.“

Rajda fügt hinzu: „Heute entwickeln wir Software ganz anders als früher. Wir durchlaufen den Entwicklungsprozess mit schnellen Build-Measure-Learn-Zyklen, die so etwas wie ein Markenzeichen von Pivotal Labs sind.“

Ford sei gerade dabei, diesen Entwicklungsansatz auf weitere Teams im Unternehmen auszuweiten, so Rajda. Pivotal Labs spielt dabei eine entscheidende Rolle.






„Wir führen bei Ford schon seit Jahren Lunch-and-Learn-Events durch. Als ich das erste Mal zusah, wie Pivotal gemeinsam mit unserem FordLabs-Team ein Thema bei so einem Event behandelte, war ich beeindruckt“, meint Rajda. „Den Teams wurden nicht einfach nur ein paar PowerPoint-Folien präsentiert. Sie wurden Teil einer engagierten Session mit großartigen Diskussionen und exzellenten Fragen. Es war eine fantastische Lernerfahrung.“

„Wir brauchen eine Kultur des Lernens, die organisch wächst und das gesamte Unternehmen einschließt. In dieser Hinsicht gehen wir mit gutem Beispiel voran und Pivotal trägt entscheidend zu unserem Lernprozess bei.“

Lemmer weiß, dass Ford auch in Zukunft eine Kultur der Innovation pflegen und den Kunden im Blick behalten muss.

„Für Ford geht es heute vor allem darum, den Kunden ein nahtloses Mobilitätserlebnis zu bieten. Das ist der Grund, weshalb wir tun, was wir tun“, sagt Lemmer. „Mit Unterstützung von Pivotal liefert Ford dieses Erlebnis bereits. Und wir haben nicht vor, unser Tempo in absehbarer Zeit zu drosseln.“